dreiundzwanzig NULL SECHS! der Einbecker Graffitibus

Zeitzeugen wissen noch heute zu berichten, dass 23.06. ein durchaus bemerkenswertes Datum in der Streetart-Geschichte Norddeutschlands darstellt. An diesem Tag blickten nämlich tatsächlich Graffitisprayer aus Göttingen, Hannover, Bremen, Hamburg und via facebook aus noch ganz anderen Ecken dieser Welt auf das echt eindrucksvolle Geschehen, das sich auf dem Einbecker Marktplatz abspielte. Und das war kein Event, zu dem laut Einbecker Morgenpost viel zu viel Alkohol floss, sondern ein Event, an dem Graffitikünstler aus Hamburg, Göttingen und Einbeck die nahezu einmalige Chance bekamen, einen kompletten Gelenkbus mit Graffiti zu bemalen – und das nur dank der extrem coolen Aufgeschlossenheit der Ilmebahn GmbH gegenüber junger Kunst in unserer Stadt.

Die EULE schrieb dazu z.B.:

Legal ist genial

Jugendprojekt KiT Youth organisierte Graffit-Event auf dem Marktplatz [in Einbeck]

EINBECK (ms)– Schon früh am Morgen sorgten die weitläufig auf dem Marktplatz verteilten Sitzmöbel für Stirnrunzeln bei den Passanten.

Während die einen noch verwundert davor standen und sich fragten, ob schon wieder Sperrmüll sei, hatten es sich andere auf den Sofas bereits bequem gemacht, um die auf den Polstern platzierten Flyer zu studieren: Aha, hier ist also heute Nachmittag was los – ein „Graffiti-Event“!

Zehn Hamburger Graffiti-Künstler sind vergangenen Sonnabend nach Einbeck gereist, um unter den Augen der interessierten Einbecker einen 18 Meter langen Gelenkbus der Ilmebahn GmbH von vorne bis hinten in ein fahrendes Kunstwerk zu verwandeln. Bereits bevor die eigentliche Aktion losging, waren die eigens für die Aktion aufgestellten Sofas besetzt: Alle wollten dabei sein, wenn die Künstler zur Spraydose greifen und aus dem schlicht weißen Transportmittel einen richtigen Hingucker machen. Der Bus wird übrigens noch zwei Jahre im regulären Einbecker Linienverkehr unterwegs sein. Parallel zur Aktion wurden auf dem Marktplatz Folien gespannt, auf denen Jugendliche unter professioneller Anleitung der Künstler selber ausprobieren konnten, wie ein Kunstwerk gesprüht werden kann. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Legal ist genial“. Ziel sei es, „Graffiti als urbane Kultur zu präsentieren und die Jugendlichen zu Kreativität zu ermutigen, ohne dabei in die Illegalität abzudriften“, sagte der freischaffende Künstler [Anmerkung der KiT Youth Redaktion: „feier Kulturschaffende“ ist er] Martin Keil, der das Event gemeinsam mit den Jungen und Mädchen des Jugendprojektes KiT Youth ins Leben gerufen hatte.

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Wie geht es weiter mit dem Bus, fragt ihr Euch jetzt bestimmt. Zunächst werden wir hier in einigen Stunden eine coole Bilderreihe präsentieren (Stand: 12.12.12 – 01:36 Uhr). Parallel dazu ist allerdings auch die aus Jugendlichen bestehende Video-Gruppe „Motion Cut“ just dabei, eine recht coole Doku zu 23.06 zu produzieren. Bleibt also neugierig und abboniert am besten gleich unseren RSS-Feeds (oben rechts anklicken).[nggallery id=3]

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