Schon mal mit einem Ei gemalt?

29.03.2013 – The day before

21:00: Der Task-Force-Stab des YoungArt Teams wurde planmäßig einberufen.

Schnell versammelten sich alle Zuständigen auf der „T-Brücke“ um die letzten Vorbereitungen für die kurz bevorstehende Ostermission zu treffen.

30.03.2013 – Die Art-Mission

08:00: Wie geplant traf nun die gesamte Young Art Gruppe – an diesem Tag als Truppe aktiv – ein und stellte schnell schlagkräftigen  Tatendrang unter Beweis. Gemeinsam starteten die Aktivisten den Aufbau der 4 x 2 Meter großen Art-Schuss-Anlage und stellten die Substanzen für die Munitionen bereit. Als Partronenhülsen sollten an diesem Tag Bioeier zum Einsatz kommen, die im Laufe der Art-Schlacht von vorbeischlendernden Zivilisten zunächst ausgeblasen werden sollten, um im Anschluss mit höchst lebensunbedrohlicher Biofarbe der Firma Farben Schrader aus Einbeck gefüllt zu werden. Die Bioeier-Patronenhülsen wurden bezeichnender Weise vom Biohof Penk geliefert!

Es war vorbildlich, wie flexibel die noch junge Young Art Truppe auch auf unvorhersehbare Unwägbarkeiten reagierte: Es gab zunächst noch Versorgungsprobleme (Brötchen) und jeder weiß: Ohne Mampf kein‘ Kampf. Um sich aus der Abhängigkeit eines Lieferanten zu lösen, wurde kurzerhand eine Notration aus einer anderen zivilen Bäckerei beschafft. Später sollte sich zeigen, dass auf die Lieferanten des Young Art Bund natürlich verlass war. Ab 10:45 Uhr gab es mehr Brötchen, als das Team beim besten Willen verdrücken konnte. Die Mühlenbäckerei Busse hat für dieses Art-Manöver alles gegeben!

Die Vorbereitungen liefen somit außerplanmäßig, aber dennoch hervorragend ab. Zu Beginn der eigentlichen Art-Schlacht war dann die Feldküche, die Munitionsfabrik und die Eierschussanlage in 1A-Kondition vorbereitet und die Aktivisten waren bereit, einem großen Heer von Art-Besessenen schlagkräftig zu begegnen.

10:30: Die ersten Einschläge zeigten ihre Spuren und ließen bereits Schlüsse auf das bevorstehende Farben-Inferno zu. Menschenmassen versammelten sich im Handumdrehen auf dem Art-Schlachtfeld vor der großen YoungArt Schussanlage. Nach kurzer Zeit schon schlossen sich weitere freiwillige der Young Art Truppe an, um dabei zu helfen, mit dem Ansturm der vielen Hobby-Art-Aktivisten fertig zu werden. Denn der Kunsthunger der Zivilisten war viel größer als erwartet und eine Schlange von „Schusslustigen“ stand schon gegen 11:30 vor der Young Art Eier-Feldküche.

Es befanden sich also drei Stationen auf der Art-Anlage: Die erste Station war die Art-Feldküche, bei der die Freiwilligen sich selber ihre Patronenhülle herstellen konnten. Mit dem Inhalt der Eier bereitete das Feldküchenteam dann sogleich ein stärkendes Rühreibrötchen zu, um alle Art-Schützen auch gut gestärkt zum Art-Schussansatz zu geleiten. Die zweite Station schließlich war die Munitionsfabrik. Hier wurden die frisch ausgeblasenen Patronenhülsen mit Farbe gefüllt. Ein jeder Gelegenheits-Kunstschütze hatte die Wahl, mit welcher Geschossfarbe er bzw. sie das Ziel treffen wollte, um somit individuell das Gesamtwerk mitzugestalten.

Endlich war es dann soweit: Ein jeder Art-Schütze bewegte sich zur großen YoungArt Schussanlage und feuerte mit voller Kraft das Geschoss durch die Luft. Verletzt wurde dabei erstaunlicher Weise niemand. Und auch das Empfinden für Ästhetik blieb bei vielen Menschen an diesem Vormittag gänzlich unverletzt. Vielmehr wurde gemeinsam über die spontan entstandenen Farbenspiele auf der großen Leinwand philosophiert und gestaunt.

14:00: Das Feuer wurde eingestellt, das Schlachtfeld der Farben wurde mit Hochdruck von den Schlachtspuren befreit und viele Zivilisten, die an diesem Vormittag meist rein zufällig in das Kunstschlachtspektakel verwickelt wurden, gingen mit schönen bunten Impressionen nach Hause in die Osterstuben. Eines der großen Schlachtziele, nämlich die Steigerung der Bekanntheit der YoungArt Truppe – ähm Gruppe – wurde mit dieser Eierschlacht ganz sicher erreicht. Das Bewusstsein, dass die Jugend in Einbeck unter dem Decknamen YoungArt doch recht kreativ im regionalen Kunstgeschehen mitmischt, ist in der zivilen Bevölkerung sicher schon gewachsen.

14:30 Das Schlachtfeld wirkte verlassen. Nur noch der „inner circle“ der Young Art Task Force blickte auf das riesige, im Rahmen der Schlacht entstandene Kunstwerk. Ein Moment der Stille lässt die innere Befriedigung spürbar werden. Scheinbar zur Belohnung zeigte sich auch noch kurz die Sonne. Entzückt erlebten die Young Art Macher diesen Moment dann mit einer Eiswaffel in den Händen – den Händen die alles erschaffen haben.

Die Mission war erfolgreich und das ganze YoungArt Team freut sich jetzt schon auf die nächste Mission – ähm Kunst-Aktion.

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1 Antwort
  1. Sivia
    Sivia sagte:

    Aaaaw, war das eine geile Aktion! *-* Viel Spaß hatten wir gehabt und BUNT war es! Die Farbe habe ich immer noch am Pulli und etwas Farbe an den Stiefeln 😀

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