Osteraktion 2014: Teil 3 – Kükenmord

Osteraktion Teil 3:
[…]
Gleich nebenan sind bei der Young Art Gruppe um Rainer Michael Hartje hunderte Küken in Lebensgefahr geraten. Es ist seit Jahrzehnten gängige Praxis, dass bei der industriellen Eier- und Hähnchefleichproduktion männlichen Küken gleich nach dem Schlüpfen von den weiblichen getrennt und getötet werden. Über Förderbänder werden männliche Eintagsküken dann in einen Schredder befördert und lebendig gehäckselt. Diese aus rein kommerziellen Gründen laufenden Tötungsmaschinerie hat Young Art eindrucksvoll in die Osterharmonie gerückt, in der sich sonst üblicher Weise alles eher um hübsche kleine Schokoküken und –hasen dreht. Dazu wurden in den letzten Wochen im Team und mit Passanten über 1.000 niedliche Papierküken gebastelt. In einem zweiten abgehängten Bauzaundreieck war eine Kükenschreddermaschine installiert worden. Ob Kinder oder Erwachsene, jeder hat ein Küken in die Hand bekommen und die Wahl zwischen Kükenrettung oder Kükentötung treffen müssen. Wer es gerettet hat, ist die Verpflichtung eingegangen, es zu hegen und zu pflegen, wer es tötete, hat es auf die Metallrutsche in den Schredder setzen müssen. „Vor Ort basteln und vor Ort töten“ hat zu interessanten Diskussionen geführt. „Wo bekomme ich denn in Einbeck Fleisch von glücklichen Hühnern, wenn ich mich bewusst gegen die Massenproduktion entscheide?“ oder auch „Wäre es nicht sinnvoll, auf dem Wochenmarkt eine Broschüre mit Informationen zu Eierproduzenten aus unserer Region auszulegen, die auf solche Praktiken bei artgerechter Haltung gänzlich verzichten?!“ Die Bereitschaft zum Kauf teurerer Lebensmittel ist definitiv gegeben und insbesondere die Kinder haben ihr Küken lieber gerettet als geschreddert.

Jugendliche, die Lust haben, sich den Young Artlern anzuschließen, haben die Möglichkeit, sich dienstags zu den Young Art Treffen in der TangoBrücke in der Langen Brücke 1 einzufinden. Ab 17:00 Uhr wird regelmäßig zunächst gemeinsam gekocht, bevor dann in großer Runde neue Kunstaktionen, Workshops und sonstigen spannenden Aktionen besprochen werden. Weitere Infos unter www.facebook.com/YoungArtEinbeck.

[nggallery id=12]

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.